Jemen-Kinderhilfe Aichach e.V.

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Hilfe die ankommt und unmittelbar wirkt 

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Aichach: Aenne Rappel, Tel. 08251-8874949  /  Ingolstadt: Rita Zauner  /
Mannheim: Christiane Ritscher  /  Vorsitzender des Stiftungsrates: Dr. Rainer v. Manowski

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PRESSE-SPIEGEL

Deutschlandfunk Kultur: Gespräch mit Aenne Rappel zur Situation im Jemen: http://www.deutschlandfunkkultur.de/weltzeit.978.de.html

SPENDENKONTEN

Die Uhr tickt: Im Jemen droht ein Massensterben (Aichacher Nachrichten vom 18.11.2017)


Lagerraum gesucht

IMPRESSUM

Es geht um Leben und Tod (Aichacher Zeitung vom 14.12.2017)

Letzte Aktualisierung:
12. Januar 2018

Aichach, im Januar 2018

DANKE!

Liebe Freunde und Spender des „Förderverein Aktion Jemenhilfe e.V.",

Es ist mir ein großes Bedürfnis Ihnen allen für Ihr Interesse an unseren Projekten und Ihre Hilfsbereitschaft zu danken.

Ohne Ihr Engagement wäre es uns nicht möglich gewesen den monatlichen Etat für unsere Hilfe zu erhöhen. Wir werden versuchen eine, wenigstens wöchentliche Lebensmittelausgabe für Hungernde einzurichten. Wir denken nicht daran fertiges Essen auszuteilen. Die Frauen können derzeit aus Sicherheitsgründen kaum aus dem Haus und müssen beschäftigt werden. Sie können dann die Lebensmittel nach eigenem Ermessen einteilen und werden nicht zu reinen Almosenempfängern. Auch wollen wir den Stolz der Familien nicht verletzen, denn es ist für die Familien nicht leicht nun zu Bittstellern zu werden.

Nach wie vor bekommen viele Menschen keinen Lohn. Fabriken sind zerstört, Schulen und Krankenhäuser ebenfalls. Die Regierung zahlt monatelang keine Gehälter. Lebensmittel und Medikamente sind kaum noch zubekommen und wenn, dann noch auf dem Schwarzmarkt zu horrenden Preisen.
Wir heißen das nicht gut, sind aber der Meinung, dass in diesen Zeiten das Überleben der Menschen dort das Wichtigste ist.
Dazu wollen wir gemäß unserem Motto
„Hilfe die ankommt und unmittelbar wirkt" beitragen.

Ihnen nochmals vielen Dank, verbunden mit der Hoffnung, dass Sie uns und unsere Schützlinge im Jemen auch in Zukunft nicht vergessen.

Mit den besten Wünschen für 2018
Aenne Rappel
für den Vorstand.

Gefördert von

Jahresbericht 2017
des „Förderverein Aktion Jemenhilfe e.V." und der „Jemen Kinderhilfe e.V."

im November 2017

Liebe Freunde und Förderer des „Förderverein Aktion Jemenhilfe e.V." und der „Jemen Kinderhilfe e.V.",


leider gibt es immer noch keine positiven Meldungen aus dem Kriegsland Jemen.
Wie im vergangenen Jahr kann ich jedoch berichten, dass alle
unsere Kinder und Mitarbeiter leben und gesund sind. Der Telefonkontakt besteht noch: Ich höre zwar das Zischen der Granatwerfer, aber das Haus der Kinder ist bisher unversehrt.

Ebenso wurde unser Krankenhaus noch nicht bombardiert. Unsere Mitarbeiter sind, wie bisher, vor Ort und behandeln Freund und Feind. Ja, es kommen verletzte Krieger aller Parteien. Dadurch ist es immer noch möglich Medikamente und Verbandsmaterial zu bekommen. Es ist zwar alles furchtbar teuer, aber es kann Dank Ihrer Unterstützung Menschen in Not geholfen werden.
Darüber sind wir sehr froh und dankbar!
Leider ist es Scheich Sadeq nicht möglich nach Al Mihlaf zu gehen. Da einige Menschen wissen, dass er mit Deutschen zusammenarbeitet, ist die Gefahr, dass sich IS Kämpfer seiner bemächtigen, zu groß. Jedoch konnte sich mit Hilfe von Schleppern Waheeb, unser Ältester, der jetzt sein Staatsexamen als Apotheker bestanden hat, nach Al Mihlaf wagen. Er war für die kurze Distanz von ca. 35 km drei Tage unterwegs!
Er berichtet, dass alles in Ordnung ist.
Unser Inventar ist inzwischen etwas abgewirtschaftet. Immerhin besteht das Krankenhaus jetzt 18 Jahre. Alles Inventar war ja schon in Deutschland im Gebrauch und wurde hier bereits ausgemustert. Jetzt hoffen wir, dass wir von der Firma Bosch aus einem Fond einen Zuschuss für die Erneuerung des Inventars, d.h. einen Zuschuss zur Errichtung einer Isolierstation bekommen. Diese wird im Hinblick auf die grassierende Cholera-Epidemie dringend notwendig.
Es gibt kaum noch sauberes Wasser - wenn es überhaupt welches gibt. Das hat zu der Seuche geführt, von der man annimmt, dass bis Ende des Jahres 1 000 000 Menschen betroffen sein werden.
Die Flughäfen sind geschlossen, die Häfen zerstört oder blockiert. Die Menschen leiden Hunger. Auch weil die Fabriken geschlossen sind und die Männer kein Gehalt bekommen. Dies gilt auch für die Angestellten im öffentlichen Dienst, z.B. haben Lehrer monatelang kein Gehalt bekommen. Die Folge ist, dass die Schulen und Universitäten geschlossen sind. In Taiz gibt es keine Polizei mehr!
Neben den Bomben der Saudis ist es ständig gefährlich auf die Straße zu gehen, weil IS, Al Kaida, die Huthis und die Regierungstreuen sich heftige Kämpfe liefern.
Auffallend sind die vielen Babys, die nicht nur unterernährt, sondern auch mit entsetzlichen Behinderungen zur Welt kommen. Es wird vermutet, dass die Mütter mit uranverseuchten Bomben in Berührung gekommen sind.
Alle 10 Minuten stirbt ein Kind an den Folgen der Unterernährung!
Die Nachrichten und Bilder, die mich erreichen sind so entsetzlich, dass man es gar nicht beschreiben kann.

Durch Ihre Hilfe ist es uns möglich zusätzlich zu „unseren" Kindern noch ca. 20 Kriegswaisen zu ernähren.
Sadeq konnte ein verlassenes Haus besetzen. Dort leben die Mädchen mit ein paar Kriegerwitwen, die auch obdachlos sind, zusammen. Sadeq bringt Lebensmittel und auch Geld für Arztbesuche und Medikamente. Die Frauen, von denen eine Lehrerin ist, haben jetzt Privatunterricht für diese Kinder organisiert.
Die obdachlosen Jungs leben im Treppenhaus bei unserer Kindergruppe und werden von Hanan und zwei Witwen versorgt.
Waheeb arbeitet jetzt ehrenamtlich als Apotheker in Taiz. Arafat I ist nach wie vor in Dhamar. Auch seine Universität war zeitweise geschlossen. Er konnte jedoch in der Arztpraxis seines Dekans arbeiten. Arafat II lebt noch in Hodeida und studiert Rechtswissenschaften (jetzt die Scharia). Ali und Adham studieren BWL, sofern die Uni geöffnet ist und der Weg dorthin einigermaßen sicher ist. Alaw konnte jetzt endlich nach drei Jahren Wartezeit in IBB mit dem Studium der Zahnmedizin beginnen. Abdu I und Abdu II besuchen in Taiz eine Schule für Laboranten. Mohanned geht in Taiz in die Schule. Inzwischen ist seine heißgeliebte Großmutter gestorben. Dekariat, Mohammed, und Ishaque sind jetzt in der neunten Klasse. Amraham und Mohamed II sind in der 10. Klasse. Dann ist da noch unser Kleinster, der jetzt auch zur Schule geht. Von Hadija habe ich nichts mehr gehört; ich kann sie nicht anrufen. Sofia ist Lehrerin und hilft den Kindern beim Lernen.
Sadeq selbst bräuchte dringend eine gute ärztliche Versorgung. Nach wie vor ist der Jemen jedoch ein sog. „sicheres Herkunftsland". Er hat also keine Chance als Flüchtling hier anerkannt zu werden und auch als Gast bekommt er derzeit kein Visum. Ebenso ist es nahezu unmöglich aus dem Land zu kommen.
Wir sind froh, dass die
Bankverbindung immer noch steht und wir Geld problemlos überweisen können.
Es ist nach wie vor 
„Hilfe die ankommt und unmittelbar hilft!"

Wir wünschen Ihnen, dankbar für Ihre Unterstützung frohe Feiertage und ein glückliches, friedliches neues Jahr.

Aenne Rappel
für den Vorstand

Unsere Jungs beim Essen

Die kleinen Waisenmädchen

Die Waisen im Treppenhaus

Siehe auch Artikel in der AICHACHER ZEITUNG

Eine Witwe mit ihren Kindern, die auch bei uns lebt